Lebende Bilder. Über den Topos der "Verlebendigung der Farbe" in der Malerei der Moderne und Nachmoderne
Vortragsreihe im Rahmen der Vorlesung
Lebende Bilder. Über den Topos der "Verlebendigung der Farbe" in der Malerei der Moderne und Nachmoderne (Sabeth Buchmann)
Donnerstags
Beginn: 18 s.t.
Parallel zur Vorlesung finden an fünf Donnerstagen Vorträge zu exemplarischen Strömungen und Werken innerhalb moderner und zeitgenössischer Malerei statt.
Den geplanten Vorträgen gemeinsam ist die Frage nach dem Bezug der jeweils vorgestellen künstlerischen Positionen zu kanonischen Regelwerken und (Gegen-) Erzählungen der Moderne. Hierbei geht es u.a. um die strittige, in der Tradition des Antiakademismus vertretene Annahme, dass erst durch die Verselbständigung der Farbe das Gemälde zu einem eigengesetzlichen, lebendigen Gegenstand werden konnte. Das hierin begründete Credo der Unmittelbarkeit optischer Wahrnehmung liefert - wie die entsprechenden künstlerischen und kunstheoretischen Verlautbarungen dokumentieren - eine Aufladung malerischer Verfahren mit unhinterfragtenm vitalistischen Gedankengut - und zwar nicht nur im Kontext von Realismus und Figuration, sondern gerade auch im Kontext von Abstraktion und Formalismus. Das heisst, dass die avantgardistische Forderung nach einer Übertragung von Kunst- in Lebenspraxis , wenn auch unter anderen Vorzeichen, ebenso im modernistischen Autonomiediskurs anzutreffen ist.
Dementsprechend werden in der Vortragsreihe künstlerische Verfahren und kunstheoretische Diskurse vorgestellt und diskutiert, die das Potential einer kritischen Überarbeitung unausgesetzter Malereikonzepte bergen.
27. April "Kunst und Leben. Prozessualität und Faktizität bei Robert Rauschenberg, Jasper Johns und Cy Twombly"
Achim Hochdörfer (Kunsthistoriker und Kurator am Mumok/Wien)
11. Mai "Ist Malen menschlich? Stationen einer Debatte"
Susanne Leeb (ehem. Redakteurin von ?Texte zur Kunst", schreibt derzeit eine Doktorarbeit zum Thema Weltkunst und Primitivismen von 1900-1950)
18. Mai "Hype und Tod der Malerei"
Martin Prinzhorn (Linguist und Kunstkritiker, Universität Wien) über Martin Kippenberger, Jutta Koether, Albert Oehlen u.a.
01. Juni Gunter Damisch ist Gast in der Vorlesung (16.15-17.45 h)
8. Juni "Gerhard Richter im Bild - Selbstportraits, Selbstdarstellungen und Selbstinszenierungen"
Hubertus Butin (Kunsthistoriker und -kritiker, Kurator und Herausgeber, ehemaliger Assistent von Gerhard Richter, Köln)
29. Juni
"Die Befreiung der Malerei von der Leinwand? Über den Rand der Bilder im Abstrakten Expressionismus"
Regine Prange (Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere
und Neueste Kunstgeschichte, Kunst- und Medientheorie an der Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt a.M.)
Lebende Bilder. Über den Topos der "Verlebendigung der Farbe" in der Malerei der Moderne und Nachmoderne (Sabeth Buchmann)
Donnerstags
Beginn: 18 s.t.
Parallel zur Vorlesung finden an fünf Donnerstagen Vorträge zu exemplarischen Strömungen und Werken innerhalb moderner und zeitgenössischer Malerei statt.
Den geplanten Vorträgen gemeinsam ist die Frage nach dem Bezug der jeweils vorgestellen künstlerischen Positionen zu kanonischen Regelwerken und (Gegen-) Erzählungen der Moderne. Hierbei geht es u.a. um die strittige, in der Tradition des Antiakademismus vertretene Annahme, dass erst durch die Verselbständigung der Farbe das Gemälde zu einem eigengesetzlichen, lebendigen Gegenstand werden konnte. Das hierin begründete Credo der Unmittelbarkeit optischer Wahrnehmung liefert - wie die entsprechenden künstlerischen und kunstheoretischen Verlautbarungen dokumentieren - eine Aufladung malerischer Verfahren mit unhinterfragtenm vitalistischen Gedankengut - und zwar nicht nur im Kontext von Realismus und Figuration, sondern gerade auch im Kontext von Abstraktion und Formalismus. Das heisst, dass die avantgardistische Forderung nach einer Übertragung von Kunst- in Lebenspraxis , wenn auch unter anderen Vorzeichen, ebenso im modernistischen Autonomiediskurs anzutreffen ist.
Dementsprechend werden in der Vortragsreihe künstlerische Verfahren und kunstheoretische Diskurse vorgestellt und diskutiert, die das Potential einer kritischen Überarbeitung unausgesetzter Malereikonzepte bergen.
27. April "Kunst und Leben. Prozessualität und Faktizität bei Robert Rauschenberg, Jasper Johns und Cy Twombly"
Achim Hochdörfer (Kunsthistoriker und Kurator am Mumok/Wien)
11. Mai "Ist Malen menschlich? Stationen einer Debatte"
Susanne Leeb (ehem. Redakteurin von ?Texte zur Kunst", schreibt derzeit eine Doktorarbeit zum Thema Weltkunst und Primitivismen von 1900-1950)
18. Mai "Hype und Tod der Malerei"
Martin Prinzhorn (Linguist und Kunstkritiker, Universität Wien) über Martin Kippenberger, Jutta Koether, Albert Oehlen u.a.
01. Juni Gunter Damisch ist Gast in der Vorlesung (16.15-17.45 h)
8. Juni "Gerhard Richter im Bild - Selbstportraits, Selbstdarstellungen und Selbstinszenierungen"
Hubertus Butin (Kunsthistoriker und -kritiker, Kurator und Herausgeber, ehemaliger Assistent von Gerhard Richter, Köln)
29. Juni
"Die Befreiung der Malerei von der Leinwand? Über den Rand der Bilder im Abstrakten Expressionismus"
Regine Prange (Inhaberin des Lehrstuhls für Neuere
und Neueste Kunstgeschichte, Kunst- und Medientheorie an der Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt a.M.)
escapism - 19. Apr, 17:47
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